Johanna Peltner-Rambeck

Lyrik

Das Meer ist dick

 

In  diesen Stunden ist das Meer

dicker als gewöhnlich, wage nur

nicht ihm Freundschaft anzubieten.

Das Meer weist ab, es will nicht spielen,

es will den Sand nicht fühlen, der unter

deinen Füßen seinen Saum kitzeln könnte.

Das Meer bedeckte sich mit dunkler Folie,

die Schiffe warten, die Bojen sind verstummt

und auch die Möwen lachen nicht.

Geh heim und warte bei geschlossener Tür,

tu es dem Meer gleich, es gibt Tage,

da bleibt man besser allein.